
Ep. 19: MICE-Markt der Zukunft: Hybrid-Events und New Work
Der MICE-Markt hat sich verändert – für immer. Hybrid-Events sind kein Provisorium mehr, sie sind Standard. Hotels die das verstehen und sich entsprechend positionieren, erschließen sich einen der lukrativsten Märkte im Tourismus.
Manuel Ribis – Room Service Podcast
Meetings, Incentives, Conferences, Events – MICE. Ein Segment das Hotels pro Zimmer deutlich mehr Umsatz bringt als der klassische Freizeitgast. Und ein Segment das sich gerade fundamental neu erfindet.
Die Pandemie hat Hybrid-Events erzwungen. Was als Notlösung begann, ist heute Erwartung. Unternehmen wollen Flexibilität – manche Teilnehmer vor Ort, andere remote zugeschaltet. Das verändert alles: die Technik, den Raum, den Service.
Was Hybrid-Events wirklich brauchen
Ein Laptop auf einem Tisch mit einer Kamera drauf ist kein Hybrid-Event. Das ist eine schlechte Videokonferenz mit teurer Kulisse.
Echte Hybrid-Events brauchen drei Dinge: erstklassige Audio- und Videotechnik, eine stabile und schnelle Internetverbindung, und einen Moderationsansatz der beide Gruppen – physisch und remote – aktiv einbindet.
- Technik: Professionelle Kameras, Richtmikrofone, dedizierte Internetleitungen (kein geteiltes WLAN), Streaming-Software. Das ist eine Investition – aber eine die sich rechnet.
- Raumgestaltung: Der Raum muss für die Kamera funktionieren. Beleuchtung, Hintergrund, Sitzanordnung – alles beeinflusst wie der Event für Remote-Teilnehmer wirkt.
- Moderation: Jemand muss explizit die Remote-Teilnehmer im Blick haben – Fragen sammeln, einbinden, sicherstellen dass sie nicht zur passiven Zuschauermenge werden.
New Work: Was Unternehmen heute wirklich suchen
Der klassische Konferenzraum mit U-Form und Overhead-Projektor stirbt aus. Was Unternehmen heute buchen wollen: flexible Räume, die sich dem Zweck anpassen – Kreativ-Workshop am Vormittag, Plenum am Nachmittag, Networking-Dinner am Abend.
Modular bedeutet: Möbel die sich umstellen lassen, Wände die als Whiteboards funktionieren, Beleuchtung die sich der Atmosphäre anpasst, Catering das nicht um 12:00 Uhr am Tisch steht sondern dann wenn es gebraucht wird.
Hotels die das bieten können, haben einen enormen Vorteil gegenüber klassischen Tagungshotels die in den 90ern steckengeblieben sind.
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Drei Schritte die du noch diese Woche machen kannst:
- Schritt 1: Die eigene WLAN-Geschwindigkeit im Tagungsraum messen. Speedtest.net, Ergebnis notieren. Unter 50 Mbit/s Upload ist für professionelle Hybrid-Events nicht ausreichend. Das ist der häufigste Beschwerdegrund bei Tagungsgästen.
- Schritt 2: Den Tagungsraum mit Kamera-Augen sehen. Stell ein Smartphone auf Stativhöhe und schau wie der Raum wirkt. Beleuchtung, Hintergrund, Sitzanordnung. Was müsste sich ändern damit es gut aussieht?
- Schritt 3: Ein modulares Element einführen. Rollbare Whiteboards, Stehtische, verschiebbare Trennwände. Eine Investition die die Flexibilität deines Angebots sofort erhöht.
Das beste Tagungshotel ist nicht das mit den meisten Sitzen – es ist das das versteht wie Menschen heute zusammenarbeiten wollen.
Manuel Ribis – Room Service Podcast
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